Detektei Lentz Podcast

„Aus dem Leben echter Detektive…“

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Folge 6 – Privatdetektiv: ‚Traumberuf oder Albtraum?‘ – In welche Kategorie kann man den Beruf des Privatdetektivs einordnen?

In der sechsten Folge unseres Detektei Lentz Podcast interviewt Shannon Schreuder die ZAD-geprüfte Privatermittlerin Eleonor Fischer (Ella). Im Interview erklärt uns Ella, welche Facetten das Berufsbild Privatdetektiv mit sich bringt und wie sie persönlich ihren Job sieht. 

Transkript

Shannon: Jeder hat sich doch als Kind schon mal einmal vorgestellt, ein Detektiv zu sein und mit der Lupe nach Fußabdrücken zu suchen. Im Erwachsenenalter erfüllen sich manche dann diesen Traum und werden Privatermittler, so wie unser heutiger gast Ella. Ella ist selbst auch ZAD-geprüfte Privatermittlerin und seit einiger Zeit in unserem Team. Schön dich bei uns zu haben, Ella. #00:00:30-2#

Ella: Hej, vielen Dank für die Einladung. #00:00:31-9#

Shannon: Ja, was hat denn bei dir dazu geführt, dass du Detektivin geworden bist? Ist es eher ein langersehnter Kindheitstraum oder berufliche Umorientierung gewesen? #00:00:39-2#

Ella: Tatsächlich habe ich auch früher schon öfter mal über den Beruf nachgedacht beziehungsweise über Detektive. Natürlich kennt man es, man guckt sich die Filme an, hat bestimmte Vorstellungen und alles Mögliche. Aber tatsächlich war mir nicht bewusst, dass man hier in Deutschland auch so einfach diesen Beruf ausüben kann und dementsprechend habe ich dann irgendwann einfach mal ganz klassisch im Internet gegoogelt und bin auf den Beruf aufmerksam geworden und auf die Firma Lentz. Dementsprechend habe ich mich dann anschließend hier beworben. #00:01:13-5#

Shannon: Gut, das klingt doch schon mal, spannender Anfang. Würdest du denn sagen, der Beruf hat nur Vorteile oder nur Nachteile oder vielleicht doch eher beides? #00:01:21-4#

Ella: Der Beruf hat natürlich nicht nur Vorteile, er hat natürlich auch Nachteile, je nachdem wie man es sieht. Man ist natürlich viel unterwegs, das ist jetzt kein Job, der von neun Uhr morgens bis 17 Uhr abends geht. Ist natürlich, man hat abweichende Arbeitszeiten, man ist jetzt nicht nur von Montag bis Freitag arbeiten, sondern hat halt eben auch mal spät abends zu arbeiten und am Wochenende. Dementsprechend, das ist nicht so, dass man jetzt sagen kann, hey, heute Abend treffe ich mich mal spontan mit Freunden, die sind grad alle irgendwo unterwegs am See, weil das Wetter so toll ist oder sonst irgendwas. Nein, man ist eben ständig unterwegs beziehungsweise meistens und dementsprechend wenig Zuhause. Kann natürlich für manche als Vorteil gelten, für manche eher als Nachteil. #00:02:07-3#

Shannon: Ja, das kommt wahrscheinlich auch so ein bisschen drauf an, wie man generell so der Typ ist, ob man gerne viel unterwegs ist, ob man eher doch dann privat viel mit Freunden unternimmt. #00:02:17-3#

Ella: Genau. Also viele sagen auch, man könnte mit dem Beruf kein Privatleben mehr haben, ist tatsächlich nicht so. Wir arbeiten natürlich auch viel, so ist es nicht, aber wir haben auch noch ein Privatleben. #00:02:28-8#

Shannon: Das ist gut, sehr wichtig. Das heißt aber, trotz des Stresses und der langen Arbeitszeiten beziehungsweise manchmal auch den Wochenendarbeiten, hast du Spaß an dem Job. Was waren denn Kuriositäten, welche du in diesem Job erlebt hast und welche man in keinem anderen Beruf so finden würde? #00:02:47-6#

Ella: Natürlich macht der Job Spaß, um Gottes Willen, sonst würde ich heute nicht noch hier stehen, für mich ist es genau das Richtige. Man ist viel unterwegs, das mag ich sehr gerne. Man hat Abwechslungen, man erlebt nicht jeden Tag das Gleiche, man hat immer was Neues, weil es eben kein neun-zu-17-Uhr-Job ist und man erlebt natürlich viele spannende Dinge, immer außergewöhnliche Sachen. Allein durch die Aufträge, die uns zukommen, haben wir ganz, ganz viele verschiedene Situationen und dementsprechend erlebt man da auch immer interessante Sachen. Manchmal kann es auch langweilig sein, dass man den ganzen Tag einfach nur im Auto sitzt oder manchmal rennt man den ganzen Tag durch die Stadt mit der Zielperson und ist da von einem Laden zum anderen am Shoppen gehen oder ganz, ganz unterschiedlich. Also man hat auch Kuriositäten wie, die Zielperson ist krankgeschrieben und geht dann aber eigentlich ins Fitnessstudio und macht Sport, obwohl sie eigentlich eine Verletzung am Bein hat oder sonst irgendwas, also sowas sieht man dann auch mal. Man wird überrascht und fragt sich manchmal, okay. #00:03:56-8#

Shannon: Solange sie nur die Arme trainiert. #00:03:59-6#

Ella: Zum Beispiel, ja. #00:04:01-9#

Shannon: Okay. Gibt es denn auch so Einsätze, wo du sagst, die haben mich total gequält oder ich hatte danach schlaflose Nächte, hast dir hier den Kopf da drüber zermartert? #00:04:11-5#

Ella: Also gequält hat mich noch kein richtiger Auftrag. Natürlich denkt man über das ein oder andere mal ein bisschen länger drüber nach, aber, um Gottes Willen, ich persönlich finde, man sollte danach abschalten. Man muss wirklich die Arbeit Arbeit sein lassen und man sollte am Ende des Tages wirklich einmal abschalten, sonst kann man auch natürlich nicht einmal kurz runterfahren. Wir haben längere Arbeitszeiten, das ist klar, aber dementsprechend muss man danach auch abschalten. Also man sollte jetzt auch nicht nach einem Auftrag noch an den Auftrag denken und denken, oh, was wird denn daraus, wie wird das vor Gericht ausgehen. Nein, ich muss sagen, das interessiert mich persönlich überhaupt nicht mehr. Ich mache ganz normal meinen Job, ich gehe da unvoreingenommen ran, gucke mir das Ganze an. Und, ja, manchmal denkt man, wie gesagt, ab und zu noch so ein bisschen dran, aber im Endeffekt legt sich das auch ganz schnell, man hat ja so viele verschiedene Aufträge, da habe ich überhaupt keine Zeit, an jeden einzelnen Auftrag nochmal dran zu denken und mir das Gehirn zu zermartern dazu. #00:05:10-8#

Shannon: Ich denke, das klingt auf jeden Fall nach der richtigen Einstellung, um da ranzugehen. Was würdest du denn sagen, gibt es bestimmte Eigenschaften oder Einstellungen an einer Person, weswegen dieser Beruf der Traumjob sein könnte oder eher doch eher ein Albtraumjob? #00:05:25-1#

Ella: Das tatsächlich ist sehr personenabhängig. Also für Leute, die gerne unterwegs sind, Abwechslung haben, geduldig sind, ausharren können, für die ist es wahrscheinlich der richtige Job. Natürlich gibt es dann auch Nachteile, wie eben ich vorhin schon erwähnt hatte, man kann jetzt nicht spontan sich mit Freunden treffen, sondern man hat halt einfach gewisse Arbeitszeiten und man ist jetzt nicht um 15 Uhr dann Zuhause oder sowas, nein, das tatsächlich nicht. Dementsprechend ist es für manche wahrscheinlich ein Albtraumjob, für manche ein Traumjob. Man ist viel unterwegs, manche können das ja auch gar nicht. Also es ist ja auch ein reines Hotelleben, es ist selten, dass man einen Auftrag wirklich in der Nähe hat, dass man mal Zuhause ist. Und dementsprechend, viele Leute können ja auch nicht die ganze Zeit unterwegs sein, immer was anderes sehen, immer in einem anderen Bett schlafen, vielleicht sind das so Dinge. Und auch mit den Situationen klarkommen, dass man vielleicht einfach mal den ganzen Tag im Auto sitzt, nichts passiert, die Zielperson kommt nicht raus oder halt dann eben, die Zielperson kommt raus und man muss schnell handeln und man muss einfach sehr spontan, sehr schnell handeln. Das sind so Situationen, mit denen kann der eine besser umgehen und der andere etwas schlechter. Das sind natürlich auch die langen Arbeitszeiten, die dann natürlich für manche einfacher sind, für manche nicht so einfach. Auch dass es mal abwechselnd ist, dass man jetzt an einem Tag mal früh aufsteht und dann eher ein bisschen früher Feierabend zum Beispiel hat oder dann halt in der nächsten Woche plötzlich einen Nachtjob hat, wo man dann wirklich einfach mal die ganze Nacht wachbleiben muss und gucken muss, ob da sich irgendwas tut bei der Zielperson. #00:07:05-9#

Shannon: Dann jetzt nochmal auf das Persönliche gesehen, jetzt, wo du bereits zwei Jahre dabei bist: Würdest du es als Traumjob einstufen oder doch eher als Albtraum, für dich jetzt direkt? #00:07:15-3#

Ella: Also für mich ist es tatsächlich ein Traumjob, ich bin sehr zufrieden damit, ich kann mir das auf jeden Fall weiterhin vorstellen. Und natürlich sagen auch viele, ah, so als Frau und irgendwann, wenn du Familienplanung möchtest oder sowas oder allgemein mit einem Partner und mit Freunden und Familie, das ist nicht möglich, bin ich natürlich tatsächlich der Meinung, das ist schon möglich und ist alles machbar und man sieht ja auch trotzdem seine Familie, also man hat ja trotzdem noch Freizeit. Es ist nicht so, dass wir hier 24/7 durchgehend am Arbeiten sind, wir haben auch noch Freizeit. Man ist viel unterwegs, das macht mir sehr viel Spaß persönlich, man sieht immer was anderes, man hat neue Situationen, also man bewältigt tagtäglich neue Situationen. Und man hat nie das Gleiche, auch wenn es manchmal der gleiche Auftragsgegenstand ist und man gefühlt erst mal ähnlich an die Sache ran geht, ist es im Endeffekt ja doch immer eine ganz neue Situation, mit der man da umgehen muss. Man muss immer offen sein und bereit, ja. #00:08:18-9#

Shannon: Ja, also nachdem, was ich jetzt heute von dir gehört habe, würde ich dann doch den Detektiv in der Kategorie Traumjob einstufen. Und, ja, ich danke dir, dass du heute hier warst und einfach mal deine eigenen Erfahrungen geteilt hast, nochmal ein bisschen Einblick in den Job gegeben hast. Und, ja, wir freuen uns, wenn wir euch vielleicht bei unserem nächsten Podcast wieder als Zuhörer begrüßen dürfen. Danke schön, tschau. #00:08:41-7#

Ella: Vielen Dank auch, tschau. #00:08:43-0#