Love Scamming durch angebliche US-Soldaten und Liebesgrüße aus Afrika

„Love Scamming“: Die Betrüger geben sich oft als US-Soldaten aus

Bild: love-scamming

Es beginnt mit Liebesbekundungen und virtuellen Heiratsanträgen – und endet meist in einem finanziellen Desaster: Europäische Frauen werden immer wieder Opfer des sogenannten „Love Scammings“ übers Internet. Dabei geben sich Betrüger als US-Soldaten aus und schreiben wohlhabend scheinende Frauen unaufgefordert an, zumeist über Dating-Portale wie Lovoo oder Badoo. Nach einem regen Nachrichtenwechsel und vertrauenserweckenden Telefonaten tauchen dann plötzlich Probleme auf und der „Soldat“ benötigt Geld. „Sei es für den Flug nach Deutschland oder eine Operation in den USA: Die Trickbetrüger denken sich die tollsten Ausreden aus“, weiß Marcus Lentz, Geschäftsführer der Detektei Lentz & Co. GmbH.

Um die Schwindler frühzeitig zu erkennen lohnt sich der Weg zu einem Privatermittler, denn: „Wurde das Geld einmal überwiesen, ist es für immer verschwunden“, weiß Lentz aus Erfahrung.

Love Scam passiert nicht nur auf Dating-Seiten

Die Kontaktaufnahme mit den Frauen erfolgt nicht nur über bekannte Partnerbörsen im Internet. Auch große soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook werden genutzt, um Frauen zu kontaktieren. Meist schicken die interessierten Männer beeindruckende Bilder, auf denen etwa Soldaten in voller Uniform vor exotischen Hintergründen zu sehen sind. „Damit etablieren die Betrüger das Bild eines echten, amerikanischen Haudegens, der momentan in einem Kriegsgebiet stationiert und auf der Suche nach der großen Liebe ist“, weiß der erfahrene Privatermittler. Nach den ersten Nachrichten auf den Portalen bitten die „Soldaten“ dann um eine private Form des Austauschs, sei es die Handynummer oder die E-Mail-Adresse des Opfers. Dies hat einen einfachen Grund: „Erkennen die sozialen Netzwerke oder Partnerbörsen, dass es sich bei dem Profil um eine Fälschung mit gestohlenen Fotos handelt, wird dieses gelöscht und der Kontakt erlischt“, erläutert Marcus Lentz.

Wer hinter der falschen Identität des US-Soldaten steckt: Afrika statt Amerika | Accra statt Alabama

Durch private Daten kann die Fernbeziehung allerdings aufrechterhalten werden. „Im frischen Liebestaumel fällt dabei kaum einer Frau auf, dass der Traumprinz bei den zahlreichen Gesprächen kein perfektes US-Englisch spricht oder zumindest einen fremdländischen Akzent aufweist“, weiß Lentz. Mithilfe von schamlos aus dem Internet kopierten Gedichten oder falschen Liebesbekundungen wird dem Opfer zusätzlich der Kopf verdreht. Nach einiger Zeit des Austauschs entsteht ein vermeintliches Vertrauensverhältnis und eine emotionale Bindung. Der Love Scammer bietet sogar an, in das Heimatland der Frau zu kommen, um sie endlich in die Arme schließen zu können. Das Opfer ahnt dabei nicht, dass es sich zu keinem Zeitpunkt um einen amerikanischen Soldaten handelt. Tatsächlich ist der Täter ein Heiratsschwindler, häufig aus mafiösen Strukturen Westafrikas (etwa Ghana oder Nigeria) stammend. „Das gesamte Fake-Profil wurde aus dem Bildmaterial verschiedener Social-Media-Netzwerke zusammengeklaut und unter anderem Namen neu verpackt. In manchen Fällen werden hierfür sogar die Bilder bereits im Krieg gefallener Soldaten verwendet“, warnt Lentz, dessen Privatdetektive bereits viele solcher Profile zu sehen bekommen haben.

Wie erkennt man Love Scammer?

Natürlich sind nicht alle US-Soldaten, die sich in Online-Partnerbörsen herumtreiben oder einen Facebook-Account haben, gleich Scammer auf der Suche nach einsamen Frauen mit gefüllter Brieftasche. Doch es ist Vorsicht geboten! Einsame Herzen, die online auf der Suche nach der wahren Liebe sind, verlieben sich schnell und sind deshalb die perfekten Opfer für diese modernen Heiratsschwindler.

Das Motiv der Scammer liegt auf der Hand: Sie erhoffen sich finanzielle Bereicherung durch die vorgetäuschte Liebe. Und in finanzieller Hinsicht lohnen sich die Betrügereien. Zumeist schreibt ein Mann nicht mit einer Frau allein. Im Gegenteil: Die Scammer managen verschiedene Accounts gleichzeitig. „Dabei reicht es, wenn nur einige wenige Europäerinnen auf den Betrug hereinfallen und hohe Summen auf die Konten ihres vermeintlichen Liebhabers überweisen“, erklärt Lentz. Ein fünfstelliger Betrag ist, dem Grundeinkommen westafrikanischer Länder folgend, mit einer Lebenszeit an Arbeit gleichzusetzen. Die Heiratsschwindler nutzen dabei die verschiedensten Methoden, um an das Geld Ihres Flirts zu kommen. Diese wiederholen sich allerdings oft und sollten bei potenziellen Opfern die Alarmglocken schrillen lassen. Die Tricks bei Scamming durch angebliche US-Soldaten umfassen Ausreden wie:

  • Er will einen Goldschatz aus dem Land schaffen und muss dafür Diplomaten schmieren.
  • Sein Kind hatte einen Unfall in der USA und benötigt dringend Geld für eine Operation.
  • Er möchte seine Geliebte unbedingt persönlich sehen und benötigt dazu Geld für einen Flug.
  • Er muss sich aus dem Dienst herauskaufen und hat aus dem Ausland keinen Zugriff auf sein Konto.
  • Er muss einen Flug für den Heimaturlaub bezahlen.

Allerdings sollten betroffene Frauen bereits beim ersten Chat nach Anzeichen Ausschau halten, damit sie nicht am Ende einem Scammer auf den Leim gehen, rät Marcus Lentz. „Hellhörig werden sollten Sie, wenn der Liebhaber um keinen Preis sein Gesicht live per Videochat zeigen möchte. Als Erklärung wird darauf verwiesen, dass dies innerhalb einer Kaserne verboten sei. Diese Einschränkung existiert allerdings nicht und dient als plumpe Ausrede.“ Es könnte ein Indiz dafür sein, dass der Mann schlicht nicht mit den Fotos übereinstimmt und sich aus diesem Grund nicht zeigen möchte. Außerdem können Frauen nach der militärspezifischen E-Mail-Adresse des angeblichen Soldaten fragen. Lentz dazu: „Diese E-Mail endet im Falle der US-Streitkräfte immer auf ´.mil´ (für Military) und wird jedem US-Soldaten zugeteilt. Ist er nicht in der Lage eine solche Adresse zu nennen, könnte es sich um einen Betrüger handeln“.

Professionelle Hilfe gegen Love Scammer

Bild: romance-scamming

Wer den schlimmen Verdacht hegt, einem Love Scammer zum Opfer gefallen zu sein, sollte sich umgehend mit einer erfahrenen, seriösen Detektei in Verbindung setzen. Diese erkennt man beispielsweise an neutralen Prüfsiegeln oder der Zusicherung, dass nur umfassend ausgebildete Ermittler im Einsatz sind. Auf die eigene Menschenkenntnis und sein Gefühl zu vertrauen, kann sonst teuer werden: „Bei derartigen Online-Schwindlern fällt der persönliche Kontakt komplett weg – und im anonymen Netz kann man sich kaum auf seine Instinkte verlassen“, warnt Marcus Lentz. Schutz bietet da nur der Erfahrungsschatz erfahrener Ermittler: „Da wir diese Fälle häufig bearbeiten, sind wir immer auf Augenhöhe mit den neuesten Maschen der Täter und erkennen das falsche Spiel sehr schnell“.

Da der falsche US-Soldat derzeit besonders häufig auftritt, ist er prompt in das Blickfeld der Lentz-Detektive gerückt. „In den letzten beiden Jahren hatten wir rund drei Dutzend solcher Auftragsmandate. In etwa 95% aller Fälle, stellten sich die Profile als Fake heraus. Mit unseren erprobten Methoden und guten Kontakten zu den entsprechenden Stellen der US-Behörden können wir die Echtheit eines Profils binnen weniger Tage mit 100%-iger Zuverlässigkeit überprüfen, Betrüger überführen und die betroffene Frau so zwar nicht vor dem emotionalen Schmerz, aber zumindest vor weiteren hohen finanziellen Verlusten bewahren“, erläutert Lentz und ergänzt: „Auch wer bereits auf einen solchen Betrüger hereingefallen ist, sollte sich nicht aus Kummer und Scham zurückziehen: Wer nichts unternimmt, um dem Schwindler das Handwerk zu legen, trägt dazu bei, dass er noch weitere, unglückliche Opfer finden kann.

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Kundenstimmen
Kundenbewertungen fr Detektei Lentz & Co. GmbH
4.9 / 5 aus 467 Meinungen
Wir bedanken uns für ihre hohe Einsatz­bereitschaft, die letztlich zum Erfolg in unserer Sache geführt hat und können Sie guten Gewissens weiter empfehlen. Viele Grüße
Ilona C. , Bad Bramstedt
Ich bin sehr zufrieden mit dem privatrechtlichen Beschattungs­ergebnis und der Art und Weise der Erledigung und kann dieses Unternehmen vorbehaltlos empfehlen.
Merle W., Bergisch-Gladbach
Gute, individuali­sierte Beratung. Hat mir wirklich weiter geholfen in meiner Sache. Jederzeit weiter­zu­empfehlen. Be­arbeitungs­zeit etwas länger als zunächst geschätzt.
Silke N., Hannover

Unsere Detektive sind

IHK Kassel-Marburg Zertifikat ZAD geprüfter Privatermittler
(Personenzertifikat)