Lenßen & Partner - kein Vorbild für echte Detektive

Bei Supermann und James Bond weiß es jeder, bei den Tatort-Kommissaren oder einem "Fall für Zwei" auch, hier werden erfundene Geschichten erzählt, um den Zuschauer zu unterhalten. Doch am Fernsehnachmittag ist alles anders. Gezielt arbeiten manche Sendungen damit, dass der Zuschauer nicht mehr wahrnimmt, dass es keine realen Geschichten sind. Auch bei Lenßen & Partner, wo die Einhaltung von Gesetzen für die Detektive allzu oft ohne jeden Belang ist. Real tätige Detektive haben damit ein Problem: Die Zahl der Mandanten, die auch den Einsatz eindeutig illegaler Methoden wünschen, wächst. Wären die Detektive in Lenßen & Partner real, so hätten sie für die in der Serie gezeigten Gesetzesverstöße bereits jeweils eine mehrjährige Haftstrafe zu erwarten und die beschafften Informationen wären aufgrund der Beschaffungsmethode vor einem deutschen Gericht kaum zu verwenden.

Auch Fachleute vom Bundesverband Deutscher Detektive e.V., der Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) oder Ulf Gerder, Sprecher des Bundesministeriums der Justiz betrachten die Inhalte dieser Serie mit größtem Unbehagen. Wird dem Zuschauer doch vorgegaukelt, dass Detektive sich nicht an Gesetz und Ordnung halten müssen und der Einsatz von Wanzen, Abhörgeräten und Richtmikrofonen zum Alltag der Detektive gehöre. Würden Lauschangriffe, Wohnungseinbrüche, Amtsanmaßungen etc., wie sie in Lenßen & Partner ständig zu sehen sind, real begangen, wären sie natürlich strafbar.

Auch die Kostenseite wird bei Lenßen & Partner gerne vernachlässigt. In der Folge vom 16. März 2006 trat eine "Harz-IV-Empfängerin" auf, bei der es laut Rollentext gerade mal für das Nötigste reichte. Dennoch beauftragte die quasi Vermögenslose ohne jedes Zögern die allzeit bereite "Ermittlertruppe". Der nun in der Folge dargestellte Einsatz hätte - nach geschätzten Stunden (2 Detektive plus Anwalt) Minimum Kosten von runden 2.000,00 € verursacht. Dabei kennt sich der im wahren Leben als Rechtsanwalt tätige Ingo Lenßen im wirklichen Leben sehr genau aus. In einem Interview aus dem Jahr 2002 gibt er zu "Gute Detektive kosten 50 bis 70 Euro die Stunde". In nahezu sämtlichen Sendungen hingegen sind solche finanziellen Fragen noch nicht einmal einen Nebensatz wert.

Und dass immer mehr Zuschauer tatsächlich glauben, Lenßen & Partner sei Realität und keine Fiktion wird aus einem amüsanten Beispiel deutlich:

Im Schnitt erhalten unsere Auslandsniederlassungen (Anmerkung: Lentz & Partners Ltd.) fünf bis zehn Anfragen monatlich von deutschen TV-Zuschauern die Autogramme von den TV-Detektiven wünschen, oder sich um eine "Mitarbeit im Team" bewerben wollen.

Fazit:

Als Unterhaltungssendung hat die Serie durchaus ihren Wert. Und das Zuschauen ist schließlich nicht strafbar, selbst wenn es um Gesetzesverstöße geht. Solange es das Publikum dabei belässt.

Von Klaus Henning Glitza, SpringeGekürzter Artikel ("der detektiv", 2/2006)www.detektiv-online.at


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4.9 / 5 aus 467 Meinungen
Wir bedanken uns für ihre hohe Einsatz­bereitschaft, die letztlich zum Erfolg in unserer Sache geführt hat und können Sie guten Gewissens weiter empfehlen. Viele Grüße
Ilona C. , Bad Bramstedt
Wir haben professionelle Hilfe bekommen und den Eindruck gewonnen, dass hier nicht nur der Verdienst für die Detektei im Vordergrund steht, sondern in erster Linie das Ergebnis für den Mandanten. Kommunikation, Transparenz und Ehrlichkeit sind sehr gut. Von Beginn an sehr angenehme und klare Kommunikation.
Harald K., A-5300 Hallwang
Die Lentz Detektei ist mir fachlich sehr gut zur Seite gestanden, sie hat mich auch mit viel Einfühlungsvermögen bedient. Ich empfehle sie jederzeit weiter.
Oliver P., Leipzig

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