Mit Krankenschein in den Süden. Wenn Mitarbeiter ‚blau‘ machen

Welche Verhaltensweisen auf Blaumacher schließen lassen und wann es besser ist, einen Detektiv zu beauftragen.

Mit Krankenschein in den Süden. Wenn Mitarbeiter ‚blau‘ machen

Beim Sommerurlaub ist trotz Corona wieder vieles möglich. Die Folge: Alle wollen die neue Freiheit nutzen und ihre Koffer packen. Wer seine Urlaubstage allerdings schon aufgebraucht hat oder zunächst wichtige Aufträge abarbeiten muss, hat jetzt das Nachsehen. Doch nicht jeder Arbeitnehmer möchte das hinnehmen. Die Lösung: Sie betrügen und melden sich krank, um ein paar zusätzliche Urlaubstage herauszuschlagen. Wir verraten, bei welchen Anzeichen Arbeitgeber misstrauisch werden sollten.

Blaumachen war wahrscheinlich noch nie so einfach: Die Krankschreibung per Telefon wurde Mitte Juni noch einmal verlängert – die Sonderregelung gilt nun bis Ende September. Bis zu sieben Tage können sich Arbeitnehmer derzeit telefonisch krankschreiben lassen. Diese Maßnahme zum Infektionsschutz und auch das vermehrte Arbeiten im Homeoffice spielen Arbeitnehmern in die Karten.

Auswirkungen von Lohnfortzahlungsbetrug auf den Betrieb

Urlaub auf Attest ist mehr als ein Kavaliersdelikt: Krankfeiern schadet dem Betriebsklima, da es für die Kollegen oft Mehrarbeit bedeutet. Gleichzeitig hat Lohnfortzahlungsbetrug einen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen zur Folge: Der Arbeitgeber muss nicht nur das Gehalt des krankgemeldeten Mitarbeiters zahlen, sondern auch für Ersatz sorgen und zusätzliches Personal beschäftigen.

Sieben typische Anzeichen für Lohnfortzahlungsbetrug

Bei folgenden Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Krankmeldungen sollten Chefs genau hinsehen, da sie auf „Blaumacheritis“ im Betrieb hindeuten können:

  • Ein Mitarbeiter meldet sich auffallend oft an Brückentagen krank

  • Ein Mitarbeiter fehlt meist vor oder nach dem Wochenende

  • In einem Betrieb, in dem eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) erst ab dem vierten Krankheitstag verlangt wird, ist ein Mitarbeiter häufig drei Tage krank

  • Ein Mitarbeiter erkrankt unmittelbar nach der Ablehnung seines Urlaubsantrags oder während der gewünschten Urlaubszeit

  • Ein krankgeschriebener Mitarbeiter wird dabei beobachtet, wie er sich genesungswidrig verhält. Das bedeutet: Er tut etwas, das den Heilungsprozess hinauszögert. Möglicherweise ist das auch ein Hinweis darauf, dass gar keine Erkrankung vorliegt

  • Mehrere Mitarbeiter sind auffallend oft krank und erhalten ihre AU alle vom selben Arzt

  • Die Krankmeldung erfolgt direkt im Anschluss an einen Urlaub

Nicht selten werden Chefs bei diesen Verhaltensweisen ihrer Mitarbeiter misstrauisch, ohne jedoch einen Lohnfortzahlungsbetrug zweifelsfrei nachweisen zu können. Gerade einem ärztlichen Attest kommt vor dem Arbeitsgericht eine sehr hohe Beweislast zu – hier stehen Arbeitgeber vor ganz besonderen Herausforderungen, wenn sie einem Mitarbeiter nachweisen wollen, dass er krankmacht. Hinzu kommt, dass der Verdacht in einigen Fällen auch unbegründet sein kann. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeiter nicht unter Generalverdacht zu stellen. Erst wenn sich die Fehlzeiten eines Mitarbeiters auffällig häufen und es deutliche Hinweise auf Lohnfortzahlungsbetrug gibt, sollten Arbeitgeber handeln.

Detektive kennen die Tricks der Blaumacher

Gibt es einen konkreten Verdacht, ist es am besten, diesen zu dokumentieren und einen Detektiv mit der Aufklärung des Falls zu beauftragen. Meist liegen Chefs mit ihrer Vermutung richtig. Während unserer fast 30-jährigen Ermittlungstätigkeit haben wir festgestellt: Ein Verdacht bestätigt sich in neun von zehn Fällen. Professionelle Ermittler führen Observationen durch, um Nachweise dafür zu sammeln, dass die Zielperson in Wahrheit gar nicht erkrankt ist. Ein Beispiel: Eine Mitarbeiterin ist wegen Migräne krankgemeldet. Der Detektiv findet heraus, dass sie sich nicht in ihrer Wohnung auskuriert, sondern stattdessen eine rasante Mountainbike-Tour in den Alpen unternimmt. Genauso unglaubwürdig ist es, wenn ein Mitarbeiter vorgibt, einen Magen-Darm-Virus zu haben und dann vom Detektiv dabei ertappt wird, wie er an der Strandbar einen Cocktail nach dem anderen bestellt. Die Überwachung oder fachkundige Recherchen liefern dem Arbeitgeber die nötigen Beweise, um rechtliche Schritte gegen den Mitarbeiter einleiten zu können.

Nur ausgebildete Detektive sind Profis

Bei der Auswahl der Detektei ist es empfehlenswert, darauf zu achten, dass die Ermittler gut ausgebildet sind, denn das Berufsbild des Detektivs ist in Deutschland nicht reglementiert. Der Einsatz ZAD geprüfter Privatermittler (IHK)bei Lohnfortzahlungsbetrug garantiert Arbeitgebern nicht nur rechtskonforme Ermittlungen im Rahmen des Erlaubten, sondern stellt auch sicher, dass die gesammelten Beweise vor Gericht verwertbar sind.

Über die Autorin: Shannon Schreuder

Shannon Schreuder

Shannon R. Schreuder, Jahrgang 1993, ist seit 2012 in unserem Team tätig. Die gelernte KFZ-Mechatronikerin absolvierte nach ihrem Fachabitur die Ausbildung zur ZAD geprüften Privatermittlerin – IHK und verfügt über eine mehrjährige Observationserfahrung im In- und Ausland; darunter auch bei komplexen Einsätzen in Ghana, Japan, Neuseeland und den Vereinigten Staaten und ist zudem ausgebildete Mediatorin (Univ.) und geprüfte Qualitätsmanagementfachkraft – TÜV.
In ihrer Freizeit verbringt sie viel Zeit beim Wakeboarden und Motorradfahren mit ihrem Ehemann.

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Hier kommen die zu Wort, die es wirklich wissen müssen: unsere Mandanten

Kundenbewertungen für Detektei Lentz & Co. GmbH
KundenstimmeIch bin sehr zufrieden und fühlte mich gut aufgehoben und fair behandelt
Volker R., Heppenheim
KundenstimmeIch bin sehr zufrieden mit dem privatrechtlichen Beschattungs­ergebnis und der Art und Weise der Erledigung und kann dieses Unternehmen vorbehaltlos empfehlen.
Merle W., Bergisch-Gladbach
KundenstimmeMeine Erfahrung mit den Ermittlern ist, dass diese sehr seltene Fähigkeit haben sich in verzwickte und komplizierte Vorgänge hinein zu versetzen und extrem zielgerichtet zu arbeiten. Ich kann die Detektei Lentz zum Nachweis bei Arbeitszeitbetrug nur empfehlen.
Dieter Mende, Berlin
Top Dienstleister 2021 - ausgezeichnet.org
Mandantenbewertung

Im Detail sehen die Bewertungen durch unsere Mandanten wie folgt aus:

Beratungsqualitätdurchschn. Bewertung: 5
Auftragsbearbeitungdurchschn. Bewertung: 5
Ergebnisqualitätdurchschn. Bewertung: 5
Tätigkeitsberichtedurchschn. Bewertung: 5
Transparenzdurchschn. Bewertung: 5
Vertragsgestaltungdurchschn. Bewertung: 5
Erreichbarkeitdurchschn. Bewertung: 4
Zuverlässigkeitdurchschn. Bewertung: 5
Gesamtdurchschn. Gesamtnote: 4,91
Eigene Ansprechpartner – kein Callcenter!
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Überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquoten
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Bei Bedarf rund um die Uhr im Einsatz
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Nur qualifizierte ZAD geprüfte Privatermittler - IHK
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Niemals Subunternehmer!
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